
Meine Geschichte
Meine Geschichte
Als Kind habe ich gemalt, was mir in den Sinn kam: Mandalas, meine Comic-Helden, Porträts von mir selbst. Abstraktes war auch schon dabei. Was ich damals gespürt habe, war vor allem Leichtigkeit. Beim Malen konnte ich einfach frei sein.
Dann kam die Ausbildung, später der Umzug nach Berlin, und das Malen geriet in den Hintergrund. Zwischendurch habe ich andere kreative Dinge ausprobiert, oft nach Vorlagen. Etwas fehlte dabei, auch wenn ich lange nicht wusste, was. Heute weiß ich es: die Freiheit.
2021 habe ich wieder angefangen. Nach einer schweren Zeit, in der mein Körper mir viel abverlangt hat, habe ich langsam wieder zum Pinsel gegriffen. Erst vorsichtig, dann immer öfter, auf großen und kleinen Leinwänden. Mein Lieblingsmotiv sind Rosen, die tauchen immer wieder auf.
Meine Bilder entstehen zuerst in meinem Kopf. Ich sehe die Leinwand vor mir und die Formen, die darauf sollen: Vierecke, Dreiecke, Kreise. Dann lege ich los, und nach und nach kommt das Bild aus mir heraus. Manchmal in Stunden, bei großen Leinwänden auch in Tagen. Malen ist für mich Anstrengung und Freiheit zugleich. Es ist mein Raum, in den mir niemand hineinredet. Inzwischen experimentiere ich auch mit digitalen Bildern.
Ich möchte zeigen, dass Kunst keine perfekten Voraussetzungen braucht. Jede und jeder kann etwas Besonderes erschaffen, auch dann, wenn der Körper eigene Wege geht.
Wenn du vor einem meiner Bilder stehst, wünsche ich mir, dass du etwas für dich mitnimmst. Vielleicht das Gefühl, dass die Welt nicht nur schlecht ist. Vielleicht siehst du auch etwas ganz anderes darin als ich. Genau das liebe ich an abstrakter Kunst: Sie kann alles sein.
Jana Kubo
Zwischen Sichtbarkeit und Stille